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Hör-Lexikon

Fachbegriffe, einfach erklärt.

43 Begriffe von Audiogramm bis Zuzahlung.

A

Audiogramm
Grafische Darstellung der Hörschwelle für verschiedene Tonhöhen, getrennt für jedes Ohr. Das rechte Ohr wird meist mit einem Kreis, das linke mit einem Kreuz eingetragen.
Audiometrie
Oberbegriff für Hörtests, mit denen das Gehör gemessen wird, etwa Tonaudiometrie und Sprachaudiometrie.
Audiotherapie
Begleitung von Menschen mit Hörverlust oder Tinnitus beim Umgang mit dem Hören im Alltag.
Auracast
Bluetooth-Technik, mit der ein Sender Ton an viele Empfänger gleichzeitig übertragen kann, etwa in Vortragssälen. Neuere Hörgeräte können sie nutzen.

B

Beidohrige Versorgung
Versorgung beider Ohren mit Hörgeräten. Sie hilft beim Richtungshören und beim Verstehen im Lärm.
Bluetooth-Streaming
Übertragung von Telefon, Fernsehton oder Musik direkt in die Hörgeräte.

C

Cochlea
Die Hörschnecke im Innenohr. Hier wandeln Haarsinneszellen Schall in Nervensignale um.
Cochlea-Implantat
Elektronische Hörprothese für Menschen, denen Hörgeräte nicht mehr ausreichend helfen. Sie wird operativ eingesetzt.

D

Dezibel
Maßeinheit für den Schallpegel, abgekürzt dB. Zehn Dezibel mehr werden etwa als doppelt so laut empfunden.

E

Eigenanteil
Betrag, den Sie für Hörgeräte selbst zahlen: die gesetzliche Zuzahlung und gegebenenfalls eine freiwillige Aufzahlung.

F

Festbetrag
Betrag, den die gesetzliche Krankenkasse für eine Hörgeräteversorgung übernimmt. Er deckt Gerät und Leistungen des Hörakustikers ab.
Frequenz
Tonhöhe, gemessen in Hertz. Tiefe Töne haben niedrige, hohe Töne hohe Frequenzen.

G

Gehörgang
Der Weg vom äußeren Ohr bis zum Trommelfell.

H

HdO
Hinter-dem-Ohr-Hörgerät. Die Technik sitzt hinter der Ohrmuschel, der Klang gelangt über einen Schlauch ins Ohr.
Hertz
Maßeinheit der Frequenz, abgekürzt Hz. Für das Sprachverstehen ist besonders der Bereich von etwa 250 bis 8.000 Hertz wichtig.
HNO-Arzt
Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Er untersucht das Gehör, stellt Diagnosen und verordnet Hörgeräte.
Hörakustiker
Fachkraft im Gesundheitshandwerk, die Hörgeräte auswählt, anpasst und betreut. Ein Meisterbetrieb wird von einem Hörakustikermeister geführt.
Hörgeräteverordnung
Ärztliche Verordnung, die Voraussetzung für die Kostenbeteiligung der gesetzlichen Krankenkasse ist.
Hörschwelle
Der leiseste Pegel, bei dem ein Ton gerade noch gehört wird.
Hörsturz
Plötzlicher, meist einseitiger Hörverlust. Er gehört zeitnah in ärztliche Hände.
Hörverlust
Eingeschränktes Hörvermögen. Er wird nach Schweregrad eingeteilt, etwa leicht, mittel, schwer oder hochgradig.

I

IdO
Im-Ohr-Hörgerät, nach Maß für den Gehörgang gefertigt.
Induktionsschleife
Anlage, die Ton magnetisch an Hörgeräte mit T-Spule überträgt, etwa in Kirchen oder Theatern.
Innenohrschwerhörigkeit
Hörverlust durch Schäden im Innenohr, häufig altersbedingt oder durch Lärm. Fachbegriff: Schallempfindungsschwerhörigkeit.

K

Kostenvoranschlag
Schriftliche Aufstellung der Kosten einer Versorgung durch den Hörakustiker, wichtig vor allem für Privatversicherte.

L

Lärmschwerhörigkeit
Hörverlust durch dauerhaften oder sehr lauten Lärm.

M

Mehrkosten
Betrag über dem Festbetrag, wenn Sie sich freiwillig für mehr Ausstattung entscheiden.
Mittelohr
Bereich hinter dem Trommelfell mit den Gehörknöchelchen Hammer, Amboss und Steigbügel.

O

Otoplastik
Individuell angefertigtes Ohrpassstück, etwa für HdO-Hörgeräte oder Gehörschutz.

P

Pädakustik
Hörakustik für Kinder und Jugendliche, eine eigene Zusatzqualifikation.
Presbyakusis
Fachbegriff für altersbedingten Hörverlust. Er beginnt meist bei den hohen Tönen.
Probetragen
Testphase, in der Sie Hörgeräte im eigenen Alltag ausprobieren, bevor Sie sich entscheiden.

R

RIC
Receiver in Canal, auf Deutsch Hörer im Ohr. Hörgerät mit dem Lautsprecher im Gehörgang.

S

Schallleitungsschwerhörigkeit
Hörverlust, bei dem der Schall auf dem Weg zum Innenohr behindert wird, etwa durch Ohrenschmalz oder Erkrankungen des Mittelohrs.
Sprachaudiogramm
Hörtest mit Wörtern oder Zahlen, oft auch im Störgeräusch.
Störgeräuschunterdrückung
Hörgerätefunktion, die Lärm dämpft und Sprache hervorhebt.

T

T-Spule
Empfänger im Hörgerät für Induktionsschleifen.
Tinnitus
Ohrgeräusch ohne äußere Schallquelle, etwa Pfeifen, Rauschen oder Brummen.
Tonaudiogramm
Ergebnis eines Tonhörtests: Ihre Hörschwelle für einzelne Frequenzen.
Trommelfell
Dünne Membran zwischen Gehörgang und Mittelohr, die durch Schall in Schwingung gerät.

V

Versorgungspauschale
Teil der Kassenleistung, der Anpassung, Service und Reparaturen während der Nutzungsdauer abdeckt.

W

Wiederversorgung
Neue Versorgung mit Hörgeräten, für gesetzlich versicherte Erwachsene in der Regel nach sechs Jahren.

Z

Zuzahlung
Gesetzlicher Eigenanteil von 10 Prozent des Abgabepreises, derzeit mindestens 5 € und höchstens 10 € je Hörgerät. Ab dem 1. Januar 2027 steigen die Grenzen nach aktueller Gesetzeslage auf 7,50 € und 15 €.